Saturday, 10. april 2010 6 10 /04 /Apr. /2010 00:12

29.03. - 06.04.2010


Nun ist es soweit: die letzte Woche ist angebrochen und das auch noch ein letztes Mal mit ganz viel Schnee!  Es waren wieder mindesten 20cm Neuschnee, durch den ich morgens stapfen musste. Anita und Alexander brauchten nicht mehr arbeiten, da sie für die letzte Woche frei bekommen hatten. Ich selber musste allerdings auch nur bis Mittwoch arbeiten.

Die letzten drei Arbeitstage waren irgendwie komisch, denn nun wusste ich, dass alles bald ein Ende hat und es die letzten Tage mit den Kollegen sind. Ich freute mich natürlich auf Zuhause, war aber trotzdem etwas traurig zu gehen, denn mit der Zeit hatte ich alles doch irgendwie ins Herz geschlossen.
Am Mittwoch bin ich dann noch ein letztes Mal mit Kati essen gegangen und zwar im "Monte Rosa". Das Restaurant war echt schön und das Lunchbuffet für 10 € auch echt empfehlenswert. Es war ein schöner Abschluss von der Zeit hier in Rovaniemi.

PICT0024

Da es heute auch endlich aufgehört hatte zu schneien, bin ich am Nachmittag dann nochmal rausgegangen um einen Schneeengel zu machen. Ich kann ja nicht nach Hause fahren ohne das ein einziges Mal gemacht zu haben. Ich nahm Anita mit, um mich bei dieser witzigen Aktion zu fotografieren - und auch, um mich aus dem Schnee zu holen ohne den Engel kaputt zu machen.

Die Tage vor und während des Osterwochenendes verbrachten wir damit, lange auszuschlafen, ein paar letzte Einkäufe zu erledigen und einfach die restlichen Tage zu genießen, ganz ohne Stress und Hektik.  Als dann auch unsere drei Mitbewohnerinnen Swantje, Nadja und Jessica (beide seit dem letzten Wochenende hier und aus der Nähe von Frankfurt/Main) ab Freitag frei hatten, gingen wir noch ein letztes Mal ins "Doris". Außerdem veranstalteten wir Filmeabende, was sehr amüsant war, denn es waren meist Disneyfilme wie "Der König der Löwen", "Anastasia" oder "Madagascar", wo wir natürlich bei allen Liedern lauthals mitsangen, da wir sie in- und auswendig konnten.  Es war ein Riesenspaß und deswegen auch etwas schade, dann doch nach Hause fliegen zu müssen.
Nach einem langen Osterspaziergang in die Stadt (und einem letzten Besuch bei dem nördlichsten McDonalds) gab's dann am Abend vom Ostersonntag ein letztes großes Essen zuhause.
IMG 2694
Am Montag hieß es dann PACKEN. :) Nach gut zwei Stunden hatte ich endlich alle meine Sachen und Souvenirs in Koffer und Handgepäck verstaut, bevor sich Anita auf ihre Sachen stürzen konnte. Nachdem wir dann abends nochmal alle gemeinsam im Wohnzimmer gesessen und ein letztes Mal über Gott und die Welt gequatscht hatten, versuchten wir noch ein paar Stunden zu schlafen, bevor wir die Heimreise antraten.


Pünktlich um 07:45 kam das Taxi, das uns zum Flughafen brachte, wo wir in Ruhe unsere Koffer eincheckten konnten (ich hatte acht Kilo Übergepäck, musste aber dank einer netten Flughafenbeamtin nur 50 € dafür zahlen), denn der Start wurde um 30 Minuten verschoben. Das war allerdings nicht so tragisch, denn wir hatten sieben Stunden Aufenthalt in Helsinki und mussten somit nicht gleich weiter zu einem Anschlussflug.
06-04-10_1117.jpgAls wir dann also in Helsinki ankamen hieß es: "Und was machen wir jetzt bis 17:15?" Zuerst suchten wir uns einen Platz, wo wir unsere Sachen abstellen konnten und dann erkundeten wir den Flughafen. Im Großen und Ganzen waren dort sehr viel kleine Souvenirshops und ein paar kleine Restaurants und Imbisse. Nachdem wir uns alles angesehen hatten, machte jeder dann sein eigenes Ding (ins Internet gehen, Musik hören, lesen, das Rollfeld mit seinen ganzen Flugzeugen und Koffercontainern beobachten). Die Zeit ist dann aber letzten Endes doch relativ schnell vergangen. Zwischendurch wechselten wir zu unserem Gate und warteten dort. Pünktlich um 17:15 startete dann auch unser Flieger und wir landeten dann 18:10 heil in Berlin, wo wir sogar gleich unsere Koffer bekamen (nicht wie bei dem Hinflug im Januar).


Als wir uns gegenseitig verabschiedeten, konnten wir endlich nach drei Monaten unsere Liebsten wieder in die Arme schließen und in unsere gewohnte Umgebung zurückkehren. Jeder von uns hatte viel zu erzählen und für jeden wartete auch etwas Besonderes zuhause.

Das waren also unsere drei Monate in Rovaniemi. Wir hoffen, dass euch die Berichte aus unserem ‚Abenteuer Finnland’ gefallen haben und ihr einen kleinen Eindruck von dieser spannenden Gegend gewinnen konntet.

Eure Telekom-Tonttus

von Netti - veröffentlicht in: Netti
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Sunday, 4. april 2010 7 04 /04 /Apr. /2010 13:45

15.03.- 28.03.2010

 

Für mich bedeutete das Wochenende der Heimreise, von meinen Mitbewohnern Rafael und Robin Abschied zu nehmen in zweifacher Hinsicht. Einerseits weil sich ein super funktionierendes Team aus uns Dreien auflösen musste, aber auch weil es hieß, die schon fast idyllische und sehr lieb gewonnene Ruhe gegen ein gehöriges Gewusel einzutauschen. Verursacht wurde dieses von fünf neuen Mitbewohnern, welche in der Nacht von Freitag zu Samstag völlig überraschend eintrafen, als wir noch im Doris tanzen waren.

Sie kamen auch aus Deutschland, wie sich schnell herausstellte; Studenten aus Baden-Württemberg, die hier aber nur für zwei Wochen ein paar Vorlesungen und Exkursionen erleben wollten.

Zwar brauchte ich ein paar Tage, um mich an das neue Klima in meinem Heim zu gewöhnen (ja, man musste sich ab jetzt z.B. absprechen, wer früh wann für wie lange ins Bad geht, da es anderenfalls Stau gibt, den man besonders in der morgendlichen Eile ganz und gar nicht gebrauchen kann). Aber es klappte alles problemlos, so dass alle pünktlich und ohne viel Stress loskamen. Jetzt im März machte sich auch hier so langsam der Frühling bemerkbar; auch wenn sich das nicht unbedingt in merklich wärmeren Temperaturen ausdrückte, wohl aber in der Anzahl der täglichen Sonnenstunden. Vorbei sind endlich die Zeiten, wo man sich früh im Dunkeln aus dem Bett quälte, bis 11 Uhr auf ein wenig Tageslicht warten musste und erst nach Sonnenuntergang Feierabend hatte.

 

12-03-10 1635Alles in allem begann in dieser Woche eine echt mobile Zeit, in der ich mit jedem Tag motivierter wurde. Man könnte sagen, ich wachte aus einer Art „Winterschlaf“ auf, sorgte mit regelmäßigen Spaziergängen ins Zentrum für Abwechslung im Alltag. Sicher ging es nicht nur mir so, fieberten wir doch alle der Heimreise am 6. April entgegen. Das Wiedersehen mit unseren Familien war nun wirklich nicht mehr in weiter Ferne.

Die Planung der Rückreise stand vor der Tür, so dass wir uns u.a. Gedanken darüber machen mussten, alles wieder zurück nach Deutschland zu verfrachten; am besten auf die gleiche Art wie schon bei der Ankunft: mit Paketen. Nachdem die Ernüchterung darüber, dass die finnischen Rekordpreise auch vor einfachen Paketen nicht Halt machen, verflogen war, packten wir jeder zwei davon, wovon jeweils eines glücklicherweise von der Uni Lapland bezahlt wurde. Ein Dankeschön an dieser Stelle an Outi, die uns das ermöglicht hat!

 

Zu meinen Ausflügen nach der Arbeit zählte in letzter Zeit u.a. der Besuch des Friseurs und eines Restaurants für finnische Spezialitäten namens „Nili“, in welchem ich Eismeerlachs aß. Das war im Übrigen eine echte Gaumenfreude, im Gegensatz zum täglichen Allerlei wie Brot, Pizza oder Spaghetti mit Ketchup, was sich immer wieder mehr oder weniger abwechselte...

 

Der Arbeitsalltag gestaltete sich die vergangenen beiden Wochen unspektakulär. Ich „bastelte“ an zwei Übersichten mittels Microsoft Excel, dessen Gebrauch mir durch dieses Praktikum hier sehr viel geläufiger wurde. Ich glaube, das kennt jeder, wie schön „Aha-Effekte“ doch sind; und von diesen hatte ich hier eine ganze Reihe.

 

Mit dem Voranschreiten dieser zwei Wochen kam auch das Ende unser30-03-10 2314es Praktikums näher und somit die offizielle Verabschiedung von Anita, Elizabeth (einer Praktikantin aus Kanada) und mir aus der UArctic und ULapland. Offiziell deshalb, da wir geraume Zeit vorher über Outlook zu der im großen Tagungsraum stattfindenden „Farewell-Party“ (Verabschiedungsparty) eingeladen wurden. Nahezu das gesamte Kollegium war anwesend, es gab Kaffee und Kuchen, man hatte sich viel Mühe für uns gegeben. Die Atmosphäre war schon ziemlich feierlich, als Virpi für die ULapland und Scott für die UArctic jeweils eine Abschiedsrede für uns hielten, an deren Ende uns jedem ein „Kuksa“ - das ist ein typisch lappischer Trinkbecher aus Holz - überreicht wurde. Darauf waren jeweils unsere Namen graviert, so kann es zu keinen Verwechslungen kommen.

 

Was die Formalitäten zum Nachweis unseres Auslandspraktikums betraf, hatten wir diesmal vorgesorgt: Anita erklärte sich bereit, unsere Checkliste mit allen wichtigen Formularen, die einer Unterschrift bedurften, im Auge zu behalten. Dadurch wollten wir Ärger im Nachhinein durch zusätzlichen Schriftverkehr vermeiden…

 

Wir starteten wieder einmal in ein schönes sonniges Wochenende, da gab es nix zu meckern… bis auf die Tatsache, dass es einfach nicht aufhören wollte zu schneien… So türmten sich die Schneeberge, die an den Straßenrändern durch emsige Räumfahrzeuge angehäuft wurden, immer höher. Lief man irgendwo lang, so konnte man die Fußspuren etwa eine Stunde später nur noch erahnen. Sehr ungewöhnlich für Ende März, fast April! Ich für meinen Teil werde Finnland für diesen schönen Winter in Erinnerung behalten und nicht so matschig wie in Deutschland. In den letzten Tagen dieses Monats kletterten die Temperaturen sogar bis über 0°C , was die Verwendung von Handschuhen schon fast überflüssig machte (ja, alles eine Frage der Gewöhnung und der Abhärtung ). Zudem weht hier oben kein sehr starker Wind, was die gefühlte Temperatur nicht so sehr von der tatsächlichen abweichen lässt.

 

Freitag-Abend war mal wieder Party angesagt. Nelson, Ernest und ich glühten bei den Mädels vor und danach ging's mit Cora, Janina und Jenni ab ins Doris. Es war ihr letzter Abend mit ausreichend Zeit zum Ausgehen, so kann man hier schon von der nächsten Abschiedsfeier sprechen. Im Laufe des Abends (oder der Nacht, besser gesagt) lernten wir einige ziemlich verrückte Tänzer kennen, die uns dazu verleiteten, noch ins Onnela zu gehen, wo es mehrere Dance-Floors und einen Karaoke-Floor gibt.

Als Ausgleich für soviel „Action“ in der Nacht von Freitag auf Samstag gestaltete sich der Rest-Samstag nach dem Aufstehen sowie der Sonntag ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Schließlich ist es auch mal notwendig, sich Zeit für etwas „unliebsame“ Dinge zu nehmen, wie beispielsweise Aufräumen des Zimmers und Staubsaugen. So freute ich mich am Sonntag-Abend über ein Zimmer, in dem ich auf Anhieb Dinge finden konnte! Hierbei sei erwähnt: ich beherrsche das Chaos auch ganz einfach, aber das war eine neue Erfahrung.

 

Jetzt konnte die neue, die wirklich letzte vollständige Finnland-Woche beginnen. Das ist schon ein merkwürdiges Gefühl: der schier endlos erscheinende Finnland-Aufenthalt im finalen Stadium… Wer hätte im Januar gedacht, dass die Zeit so verfliegt? Sicher keiner von uns… Die letzten Eindrücke der Telekom-Wichtel (Tonttus ) sowie die Abwicklung der Rücktour wird Netti demnächst hier im Blog beschreiben…

 

Bis bald in Deutschland!

 

Viele Grüße, Alex =)

von Alexander - veröffentlicht in: Alexander
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Monday, 15. march 2010 1 15 /03 /März /2010 09:13

08.03.2010 - 14.03.2010

Und wieder ist eine Woche vorbei. Aber diesmal ist es eine besondere, denn es war die 10. Woche hier in Rovaniemi. Wir sind also endlich im zweistelligen Bereich!!!  Jetzt nur noch drei Wochen und es geht wieder ab nach Deutschland

Diese Woche war auch noch aus einem anderen Grund besonders, denn am Montag haben wir endlich die 0°C Marke geknackt. Wir hatten an dem Tag +4°C! Aber leider auch nur für einen Tag, danach ging's dann wieder runter in die Minusgrade, immer so um die -8°C.  Einen heftigen Wetterumschwung für 20 Minuten gab's dann noch gratis dazu: zuerst wurde der Himmel ganz dunkel, es begann zu regnen und dann kam auch noch Schnee dazu und es wurde extrem windig. Aber wie gesagt, nach 20 Minuten war der ganze Spuk vorbei und die Sonne schien wieder. Sehr komisch, aber auch etwas witzig.

Ansonsten verlief die Woche ganz normal, abgesehen davon, dass in der Uni und bei mir am Institut keine Studenten rumsprangen, denn es waren Winterferien und alle waren sie draußen im Schnee beschäftigt.

Am Freitag stand dann ein Rentierrennen auf dem Programm. Wir trafen uns mit den beiden Belgiern und unseren vier Berliner Mädels – Janina, Jennifer, Cora und Svantje, die letztes Wochenende noch dazugekommen ist – alle bei McDonalds, aßen eine Kleinigkeit und gingen dann runter zum Lordi Square, wo wir schon von weitem eine abgesteckte Rennbahn sahen. Wir suchten uns einen Platz und warteten auf den Start um 18:00. Blöd war nur, dass die Ansagen alle auf Finnisch waren, obwohl mehr Touristen als Einheimische zusahen. Eine Arbeitskollegin erklärte mir, dass es bei dem Rennen nicht um die Menschen ging, die hinter den Rentieren auf Skiern gezogen wurden, sondern um die Tiere an sich.CIMG6742 Sie wurden, nachdem sie am Ende der Strecke angekommen waren, mit einem Transporter zurück an den Start gebracht, wo sie je nach ihrer erreichten Zeit nochmal antreten und sich auf den Plätzen weiter nach vorne kämpfen konnten. Es war schon sehr spannend, wie schnell die an uns vorbeigerannt sind. So schnell kamen wir kaum mit unseren Kameras hinterher, aber wir haben es geschafft, ein paar Bilder zu machen.  Wir konnten deutlich sehen, dass die Tiere im Rennen viel kleiner waren als die, die wir im Santa Claus Village gesehen hatten. Sie waren kleiner und hatten mehr Muskelmasse , um gut fürs Renne geeignet zu sein.

Nach dem Rennen gingen wir noch schnell in den Alkoshop, denn abends hieß es wieder Abschied feiern. Diese Mal von Robin und Rafael, die am Sonntag wieder nach Hause geflogen sind. Wir glühten also bei ihnen vor und fuhren dann zum Doris, wo wir alle viel Spaß hatten und einen schönen Abend verbrachten.

SDC10395.JPGAm Samstagabend gingen wir dann nochmal alle in den Pub, wo wir gemütlich beisammen saßen, Billard spielten und Karaoke sangen.

Sonntagnachmittag hieß es dann: "Goodbye and see you perhaps in Berlin oder Antwerp."

Für Anita, Alexander und mich war das jetzt schon die fünfte Verabschiedung in den letzten zehn Wochen. Eine wird noch folgen und dann können auch wir endlich nach Hause fliegen!

von Netti - veröffentlicht in: Netti
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Tuesday, 9. march 2010 2 09 /03 /März /2010 17:46
01.03.2010 - 07.03.2010

Ja, früher oder später muss es auch bei etwas so Spannendem wie einem Auslandsaufenthalt im entlegenen Finnland mal passieren: eine Woche ganz ohne Aufregung, in der man sich nur auf das alltägliche Leben konzentriert und jeden Tag mit einer gewissen Routine schon fast lässig an sich vorbeiziehen lässt.
Für meine beiden Kollegen und mich war die letzte eine solche Woche. Nachdem wir nun – wie ausführlich in den bisherigen Berichten nachzulesen – alle wichtigen Punkte auf unserer ‚To-do-while-in-Finland’-Liste abgearbeitet haben, konnten wir uns in der ersten Märzwoche fast vollständig unseren jeweiligen Arbeitsroutinen und dem alltäglichen WG-Leben widmen.

Für Netti und mich bedeutete das unter anderem das Gewöhnen an ein Ende unserer Zweisamkeit aus dem Februar. Am letzten Wochenende bekamen wir nach gut einemCIMG6605 Monat wieder „Verstärkung“ in unserem temporären Zuhause. Die drei Berliner Mädels – Cora, Jennifer und Janina  –  kommen von derselben Schule wie unsere ersten Mitbewohnerinnen hier in Finnland und brachten neben einer Menge Krimskrams (zwei Badezimmer + fünf weibliche Wesen = Krieg der Welten auf Badezimmerformat...) vor allem eine Menge Lautstärke in unser vorher recht ruhiges Domizil. (Und die Erkenntnis, dass Abwaschen bei einem begrenzten Geschirrvorat wie unserem mit sechs Leuten plötzlich um Längen wichtiger wird. Lektionen für’s Leben...) Netti ging in ihrer neuen Rolle als nun schon erfahrenene Teilzeit-Finnin mit Bravour auf und führte die Neuzugänge gleich in den ersten Tagen durch alle wichtigen Alltagslektionen.

Und auch das finnische Wetter schien die drei angemessen willkommen heissen zu wollen. Pünktlich mit ihrer Ankunft kam, wenn auch bei erstaunlich milden Temperaturen, der PICT0060.JPGSchnee. Und wie er kam... Vier Tage lang schneite und schneite und schneite es, bis der Weg zur Arbeit uns morgens durch knöchelhohe weisse Pudermassen führte. (Neue kollektive Definition von ‚Erleichterung’: der Anblick eines entgegenkommenden Schneeräumtraktors nach zehn Minuten keuchenden Schneckentempos...)
Nun ja. Man kann wohl nicht behaupten, Finnland wirklich erlebt zu haben, wenn man sich nicht wenigstens einmal bei dem Versuch, eine gefühlte zwei Meter hohe Schneewehe zu erklimmen, völlig lächerlich gemacht hat. Und ohne wenigstens einmal einen der verrückteren Einheimischen dabei beobachtet zu haben, wie er trotz Schneemassen tapfer versucht, sich auf dem Fahrrad zu halten. (Manche Finnen wissen einfach nicht, wann es genug sein muss...) In diesem Sinne verbuchen wir auch diese Tage als eine notwendige Erfahrung in unserem ‚Abenteuer Finnland’.
PICT0063
Inzwischen hat sich das Wetter wieder eingepegelt und so stehen uns weitere ruhige Tage ins Haus. Umso ruhiger, weil für die finnischen Studenten in der zweiten Märzwoche Ferien sind, so dass sowohl Nettis Institut als auch die Uni, wo Alex und ich unsere Arbeitstage verbringen, ziemlich leergefegt sein dürften.
Ob wir trotzdem Wege finden, uns irgendwie zu beschäftigen, lest ihr dann nächste Woche an dieser Stelle
.
von Anita - veröffentlicht in: Anita
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Tuesday, 2. march 2010 2 02 /03 /März /2010 09:10

19.02.2010 – 28.02.2010

 

So, nachdem ich ausführlich über unsere Nordlichterbeobachtungen berichtet hab, geht's hier jetzt um die letzten Tage mit Alexandra und René und die ersten Tage mit unseren drei neuen Mitbewohnerinnen aus Berlin.

 

Einen Abend bevor René wieder nach Berlin fliegen sollte, waren wir alle nochmal zusammen feiern. Sozusagen eine kleine Abschiedsparty.

Wir glühten also ein bisschen vor (damit wir dann später nicht mehr so viel ausgeben müssen) und fuhren dann mit Taxi zum "Doris". Voller Vorfreude gingen wir rein und waren dann etwas überrascht, dass doch nicht so viele Leute da waren. Wir gingen schon davon aus, dass es nicht knüppeldicke voll wird auf’n Donnerstagabend, aber eigentlich war Fasching und Semesterende. Aber gut, wir hofften einfach, dass noch welche kommen würde, denn es war ja erst halb zwölf und somit noch „früh“ am Abend .20540_315677221459_725491459_3387881_4350347_n.jpg

Die Zeit verging also und der Club wurde irgendwie immer leerer und leerer (es kamen zwei Leute, aber dafür gingen drei). Wir waren eigentlich so gut wie die einzigen, die tanzten und Stimmung machten.

Damit der Abend für René nicht in schlechter Erinnerung bleibt, machten wir uns dann doch auf ins „Onnela“ (hier ist's immer etwas teurer als im Doris, aber dafür 3 Floors), um dort wenigsten noch mit ein paar mehr Menschen Party zu machen (hier war nämlich "Faschingsparty"). Als wir aber ankamen, fiel Alexander auf, dass er seinen Ausweis nicht dabei hatte und so teilte sich unsere Gruppe. Alexandra blieb mit den beiden Belgiern im Onnela und Alexander, René und ich gingen wieder zurück ins Doris, wo wir dann den restlichen Abend mehr oder weniger unsere eigene Party machten (hatten Tanzfläche und Bühne für uns alleine), da es immer noch nicht voller geworden ist und die paar Leute, die da waren meist nur rumsassen, tranken und quatschten (wofür man, meiner Meinung nach, auch in eine Bar gehen kann).

Als dann PÜNKTLICH um 03:30 der DJ die Musik ausmachte , gingen wir zu Scanburger, wo wir dann die anderen trafen und gemeinsam zur Unterkunft fuhren ...

 

Am letzten Tag war dann ein gemütlicher Pubabend mit ein paar Billardrunden geplant. Eigentlich wollten wir ja heute weggehen, nur im Doris kam man nur mit Anzug und Kleid rein und das Onnela ist wie gesagt, immer etwas kostenspieliger, deswegen also schon Donnerstag feiern gewesen .

An diesem Abend haben wir dann auch endlich noch richtige Nordlichter gesehen (siehe letzter Artikel). Eigentlich ein tolles Abschiedsgeschenk von Finnland oder nicht!?

Als wir dann wieder in der Wohnung waren, quatschten wir alle noch ein bisschen, aber irgendwann sind dann alle Jungs nach und nach ins Bett gegangen, nur Alexandra und ich sind bis morgens wachgeblieben (durch plappern wachgehalten  ), trotz weniger Stunden Schlaf den Abend zuvor ;).

Wir haben René dann also morgens um 04:45 zum Taxi gebracht (um sicher zu gehen, dass er auch wirklich fliegt  ) und sind dann totmüde ins Bett gefallen.

IMG 3070Am nächsten Tag haben Alexandra und ich uns dann in neuer Frische getroffen und sind in die Stadt gelaufen (es kam mal wieder kein Bus bei -25°C und Sonne), wo wir uns dann mit Robin und Rafael im "Coffee House" (sehr gemütlich und mit WLAN!) getroffen haben. Danach ging's dann noch zu "Hesburger" ein paar Burger essen (ist aber nicht so gut und etwas teurer als McDonalds) und dann auf den Fahrrädern der beiden Jungs zurück zur Unterkunft. Zwischendurch haben wir aber noch Alkohol gekauft, um abends dann wieder für die nächste Party vorglühen zu können.

Um also gut in Stimmung zu kommen, tranken wir den Wodka und spielten Twister (angetrunken wirklich sehr amüsant  ).

Nach ein paar Runden gings dann mit dem Taxi in die Stadt zum "Doris", wo diesmal auch mehr los, aber trotzdem um 03:30 wieder Schluss war... Aber es war ein toller letzter Partyabend mit Alexandra, doch es sollte nicht der letzte sein...

 

Der Sonntag war dann wie jeder andere auch: Wäsche waschen, ausruhen und seelisch und moralisch auf die neue Woche einstellen

Diese verlief dann auch wie jede andere. Anita, Alexander und ich gingen unserem gewohnten Arbeitsalltag nach, nur Alexandra musste ab jetzt immer alleine zur Arbeit, aber sie hatte ja auch nur noch wenige Tage bis auch sie nach Hause fliegen konnte.

Anita und ich bekamen diese Woche, genauso wie schon in den anderen beiden zuvor, wieder ein paar neue Mitbewohnerinnen, aber auch wieder nur für ein paar Tage, denn am Samstag kommen drei neue Mädels aus Berlin für ein Monat zu uns.

 

Ein Abend zuvor war dann noch eine kleine Home- und Abschiedspary für Alexandra geplant. Die dann später im Pub bei ein paar Billardrunden fortgeführt und dann aber spontan im "Doris" beendet wurde . An diesem Abend war auch ein bekannter finnischer Rapper dort, doch als wir ankamen, hatte er grad seinen letzten Song beendet und ist gegangen.085

Wir ließen uns davon nicht runterreißen und feierten trotzdem noch bis in die frühen Morgenstunden. Wir haben sogar noch ein paar Deutsche kennengelernt. Doch das brachte uns nicht darüber hinweg, Alexandra in gut einer Stunde zu verabschieden und nach Hause fliegen zu lassen. Es war mal wieder ein trauriger Abschied, denn nun sind nur noch Alexander, Anita und ich übrig und müssen noch bis zum 06.04.2010 hier ausharren, bis wir dann auch endlich ins Taxi steigen können und Finnland Aufwiedersehen sagen.

 

Samstagabend war es dann aber soweit, die Neuen sollten kommen und sie kamen. Mit viel Gepäck und einer Menge Schnee (es hatte den ganzen Tag durch geschneit).

Ich bin dann noch mit ihnen zu einem kleinen Kiosk namens "SIWA" gelaufen, damit sie sich für den Abend und zum Frühstück zu essen holen konnten, denn Prisma hatte schon zu.

Am nächsten Tag bin ich dann auch noch mit ihnen zusammen einkaufen gewesen und haben ihnen etwas die Umgebung gezeigt.

 

Und nun ist wieder eine sehr lustige, aber auch traurige Woche vorbei, aber mal sehen wie die nächsten Wochen mit den drei Mädels werden.

Seid gespannt....

 

Also bis dahin

 

Netti

von Netti - veröffentlicht in: Netti
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen

Kalender

January 2012
M T W T F S S
            1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31          
<< < > >>

Kategorien

Neueste Kommentare

Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden - Impressum